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Das an der
Südwestküste Afrikas gelegene Namibia ist wahrhaftig
ein Land merkwürdiger Kontraste. Mit einer
Oberfläche von 824.269 km2 ist es fast
viermal so groß wie Großbritannien.
Trotz seiner Größe ist
das Land eins der am dünnsten besiedelten Länder
Afrikas mit einer geschätzten Einwohnerzahl von 1,83
Millionen Menschen. Der mittlere Norden ist das am
dichtesten bevölkerte Gebiet mit einer
Bevölkerungsdichte von 26 Menschen pro km2,
zehnmal mehr als der Landesdurchschnitt.

Die Geringe
Bevölkerung ist darauf zurückzuführen, dass Namibia
das trockenste Land südlich der Sahara ist. Der
durchschnittliche Jahresniederschlag wechselt
zwischen spärlichen
10 mm
an der Küste bis
700 mm
im Nordosten. Etwa 55% des Landes gilt als arid oder
sehr trocken, derweil der durchschnittliche
Niederschlag des Landes 270mm im Jahr ist. 70 % des
Niederschlags finden zwischen Dezember und März
statt, außer im Süden des Landes, der ein
Winterregengebiet ist.
Namibia hat einen
ständig blauen Himmel und ein angenehmes Klima. Die
Sommermonate sind heiß und Temperatur von 35
oC oder
mehr sind im Süden als ach im Norden des Landes
keine Seltenheit. Wintertage sind angenehm, obwohl
die Mindesttemperaturen mitten im Winter die
Frostgrenze unterschreiten können. Nebel kommt an
der Küste öfters vor, er löst sich meist am
Vormittag auf, um am Nachmittag wieder
zurückzukehren.
Die Landschaft Namibias ist sehr
abwechslungsreich, vom Dünenmeer der Namib im Westen
bis zu den Teakholzwäldern und Wasserläufen im
Nordosten.
Die Namibwüste im Westen und die Kalahari im
Osten machen etwa 22 % der gesamten Oberfläche aus,
während savannenartige Vegetation für 58 % der
Landschaft Namibias charakteristisch ist. In den
übrigen 20 % Namibias sind Wälder und
Savannengebüsch vorherrschend.
Die Bevölkerung Namibias ist vielfältig und
variiert vom Hirtenvolk der Himba im Nordosten zu
den San im Osten. Durch ihren hohen Wuchs ähneln die
Männer der Himba den Massai in Ostafrika. Die Frauen
der Himba schmücken sich mit einer dünnen Schicht
roter Erde. Kulturell gehören die Himba dem Herero
Stamm an. Die San leben nicht mehr ausschließlich
als Jäger und Sammler, tun sich aber schwer ihr
Leben auf neue Existenzgrundlagen zu stellen.
Weitere wichtige Bevölkerungsgruppen sind die Owambo,
die aus auch kulturellen Gruppen bestehen, die
Kavango mit fünf Kulturgruppen und die Damara, Nama
und Herero. Zu den kleineren Gruppen gehören die
Mafwe und Masubia vom Caprivi, die San, die
Farbigen, die Tswana sowie die Weißen europäischer
Herkunft.

Nach der Kolonisierung durch Deutschland ab
1884 wurde Namibia zwischen 1917 und 1990 von
Südafrika verwaltet. Die Befreiungsbewegung SWAPO
führte zwischen 1966 und 1989 einen erbitterten
Befreiungskampf gegen die südafrikanische
Vorherrschaft, der schließlich mit dem Inkrafttreten
der UNO Resolution 435 am 1. April 1989 ein Ende
fand. Namibia wurde am 21. März 1990 unabhängig. Die
Enklave Walvis Bay gehört seit dem 1. März 1994
wieder zu Namibia.
Für Verwendungszwecke wurde das Land in 13
Regionen aufgeteilt, die von Regionalräten verwaltet
werden. Das aus zwei Kammern bestehende Parlament
umfasst die Nationalversammlung mit ihren 72
Abgeordneten die alle 5 Jahre wieder gewählt werden,
sowie 6 nominierte Abgeordnete und dem 26 Mitglieder
starken Nationalrat.

Die Wirtschaft konzentriert sich auf die
Landwirtschaft (überwiegend Viehhaltung), Fischerei
und Bergbau, die zu den wichtigsten Devisenbringern
des Landes gehören. Namibia ist einer der größten
Diamantproduzenten der Welt, während Uran, Zinn,
Kupfer, Blei und Zink auch zu den bedeutenden
Mineralvorkommen gehören. Die Landwirtschaft, die
Fischerei und der Bergbau bilden zusammen 25 % des
Bruttosozialprodukts, während der Tourismus auch
eine wichtige Rolle spielt.
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